140er Reifen: Heidenau K60 Scout

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Ensomhet
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Re: 140er Reifen: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Ensomhet » 06.07.2021 13:24

Ach, auch schön :good: Die DR350 kann als Brot und Butter-Mopped benutzt werden, für Hardenduro missbraucht werden oder um die Welt gefahren werden. Geht alles damit. :clap:

Du müsstest in deinen Fahrzeugschein (bzw. "Zulassungsbescheinigung Teil I :rolleyes: ) schauen, welche Reifendimensionen bei dir eingetragen sind. Und die darfst du dann fahren. Standardmäßig ist bei der DR350 glaube ich immer nur für vorn: 80/100-21 51P und für hinten 110/90-18 61P
Viele lassen sich dann noch andere Größen eintragen. Dabei kann es nützlich sein, dieses Gutachten vorzuzeigen beim TÜV: https://www.dr350-forum.de/forum/app.ph ... image/4092

Wenn du 90/90-21, 120/90-18 und 120/80-18 eingetragen hast, hast du schon eine sehr große Reifenauswahl.
Dann könntest du auch den Heidenau K60 ganz legal fahren.
Aber schau erstmal, was du bei dir im Fahrzeugschein bisher so stehen hast unter "15" und unter "22".

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kanashiro
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Re: 140er Reifen: Heidenau K60 Scout

Beitrag von kanashiro » 08.07.2021 20:06

Hallo Ensomhet,

vielen Dank für deine Ausführungen! Heute habe ich einen Blick in meinen Schein geworfen und da steht: 80/100-21 51P und 110/90-18 61P oder 90/90-21 54P und 120/90-18 65P. Das ist doch erstmal ein gutes Zeichen. Und mein Schwiegervater hat mir auch konforme Reifen aufgezogen :)
Dann ginge also ohne Probleme der K60. Da schaue ich mich doch gleich mal um.

mit Gruß
kanashiro

Ensomhet
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Re: 140er Reifen: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Ensomhet » 08.07.2021 22:26

Bitte sehr :bier:
Jau, das ist doch schön. Da hat der Vorbesitzer dir anscheinend die Arbeit abgenommen und die wichtigen Dimensionen eintragen lassen. :good:
Viel Spaß dann schon mal mit dem K60. :)



Ich bin gerade nach ewigem Wiederaufbau meiner DR350 heute das erste mal wieder nach etwa einem Jahr Pause damit gefahren.
Es hat hier heute geregnet - zum Teil auch während ich gefahren bin. Daher waren die Straßen nass und abseits der Straßen war's matschig. Da der Reifen noch nicht eingefahren ist, war ich auf der Straße sehr vorsichtig. Aber ein erster Blockier-Test, bei dem ich bei vielleicht 50 stark in die Hinterradbremse getreten habe, zeigte, dass der Reifen auf der Straße richtig viel Grip hat. Fast schon vergleichbar mit einem Straßenreifen. Ich hab erst nicht stark genug reingetreten, weil ich erwartet hatte, dass er schon eher blockiert. Zumindest im Mittelstreifen hat der Reifen also viel Grip, wie es in Kurven aussieht kann ich bisher nicht sagen. War wie gesagt nass und ich wollte keinen Sturz riskieren. Vorallem, weil ich vorne aktuell noch einen Stollenreifen (Metzeler Six Days Extreme) drauf habe, der auf Asphalt sehr wahrscheinlich viel eher wegrutscht als der K60 Scout.

Im Gelände habe ich dagegen nicht "vorsichtig" gemacht. Da muss man den Reifen ja nicht erst einfahren.
Es gab es wie gesagt ein paar matschige Spots in den Spuren. Nur an einer Stelle "Tiefmatsche" und davon abgesehen an vielen Stellen "oberflächlicher Matsch".
In der Tiefmatsche gabs kaum Vortrieb. Wenn man da mit Schrittgeschwindigkeit reingefahren ist, ging Beschleunigen darin überhaupt nicht. Nur gerade so eben wieder rausfahren mit durchdrehendem Hinterrad (obwohl kaum Gas gegeben!) und dabei die Schrittgeschwindigkeit halten. Das habe ich bei dem einen Versuch festgestellt. Mehr Versuche wollte ich auch nicht wagen, weil ich nicht alles vollmatschen wollte. :rolleyes:

Davon abgesehen bei normaler Fahrt im feuchten Untergrund aber überwiegend festen Untergrund mit zum Teil "oberflächlicher Matsche": Wenn's irgendwelche Rillen in der Matsche gab, ist der Hinterreifen da direkt reingerutscht, wenn ich nicht richtig vorsichtig mit der Gashand war (am besten gar kein Gas geben ... :lol: ). In den Kurven fand ich das ehrlichgesagt aber sogar angenehm. Das Hinterrad ist einfach von alleine immer in die Spur reingeruscht und dann dadrin geblieben. Bei Kurven ohne Spurrillen gabs aber nichts, was das Rad gehalten hat. Da konnte ich dann halt ein wenig driften üben. :D

Ich muss dazu aber sagen, dass ich für's Gelände mit sehr viel Druck hinten gefahren bin - 1.6 Bar. Eigentlich war das zu viel. Da ich aber meine Luftpumpe vergessen hatte mitzunehmen, wollte ich nichts am Reifendruck verstellen, weil ich ja noch über die Straße zurück musste. Erster Eindruck vom Reifen für Offroad: Bei Matsche wird's herausfordernd. Es gab aber nichts, was ich vorher mit dem Metzeler Six Days Extreme geschafft habe zu fahren und nun nicht mehr geschafft habe wegen des Reifens. Bei Steilauffahrten musste ich halt umso mehr drauf achten, unten mit der richtigen Geschwindigkeit anzufahren, um oben auch anzukommen. Denn während der Auffahrt beschleunigen war nicht viel drin. Und in den Kurven ohne Spurrillen musste ich halt etwas vorsichtig sein, weil das Heck schnell ausgebrochen ist.
Sand hatte ich jetzt leider keinen zum Testen da, wo ich war. Da wird der Reifen vermutlich wie auch in der Matsche deutliche Schwächen gegenüber einem richtigen Stollreifen zeigen. Werde ich demnächst vermutlich auch nochmal testen.

Alles in allem bin ich aber dennoch zufrieden mit dem Reifen. Ist halt kein Stollenreifen und dementsprechend darf man im Gelände nicht das gleiche wie von einem richtigen Stollenreifen erwarten.
Wären die Bedingungen im Gelände komplett trocken gewesen, wäre der Reifen vermutlich deutlich weniger gerutscht. Aber es war schön ein wenig die Grenzen in Matsche auszuloten. :mopped:

Jetzt muss er nur noch so lange halten, wie ich bisher so im Netz gelesen habe. Ansonsten habe ich mir den umsonst draufgemacht. :rolleyes:

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